SPORTMITTELSCHULE 

 

Über 30 Jahre  gab es in NÖ eine Sonderform der Hauptschule, die sich kurz Sporthauptschule (SHS) nannte.

Mit dem Beginn des Schuljahres 2013/14 erfolgte in Waidhofen/Ybbs die Aufwertung zur Sportmittelschule (SMS).

Hauptaufgabe dieser Schulen mit allgemein sportlichem Schwerpunkt ist es,

allen sportbegeisterten und sportinteressierten Kindern von 10 bis 14 Jahren ein breit gefächertes - über die Ausbildung der normalen Mittelschule hinausgehendes - sportliches Angebot zu bieten.

Es geht nicht darum, absoluten Leistungssport zu betreiben.

Wir wollen den Schülern viele Sportarten nahe bringen, ihnen diese kennen lernen lassen, sodass sie sich in späteren Jahren leichter für eine „Lieblingssportart“ entscheiden können.

Sport war für unsere Jugend noch nie so wichtig wie gerade heute - aus gesundheitlichen Gründen und besonders auch aus erziehlicher Sicht.

 

 

Lehrplanziele der Sportmittelschule

 

Aus dem Lehrplan seien nur einige Punkte herausgegriffen um zu verdeutlichen, worum es in der Sportmittelschule geht:

·        Sport soll zur persönlichen und sozialen Entwicklung des Kindes beitragen

·        Erlangung der persönlichen (nicht der absoluten) Bestleistung

·        Schaffung guter motorischer Voraussetzungen

·        Steigerung der Leistung, sodass wenigstens eine Sportart auch wettkampfmäßig betrieben werden kann

Dazu erziehliche Ziele, wie

·        partnerschaftliches Verhalten

·        Hinführen zum freiwilligen Sporttreiben

·        Teilnahme an der Tätigkeit der Vereine und Verbände des Breiten- und Spitzensports

 

WIR SIND KEINE ANSTALT FÜR SPITZENSPORTLER

 

Ziel der Sportklasse ist es also nicht, für irgendeine Sportart den Nachwuchs an Spitzenathleten heranzubilden. Wir sind weder eine Fußball-, noch eine Leichtathletik- oder Volleyballschule.

Im Vordergrund steht nicht die Spezialisierung, sondern die Generalisierung.

Ziel der Sportklasse ist eine vielseitige, bewegungsreiche, freuderfüllte und leistungsbetonte sportliche Betätigung.

 

Stundenanzahl im Bereich Sport

 

1.Klasse: 7,5

2.Klasse: 8

3.Klasse: 7

4.Klasse: 6  

 

Grundsätzlich kann aufgrund der Erfahrungen in den NÖ Sportmittelschulen festgestellt werden, dass der Besuch der Sportklasse zu keiner Überbelastung der Schüler führt. Auffallend ist vielmehr, dass besonders die Sportschüler in kurzer Zeit eine ausgesprochen „zusammengeschweißte“ Gemeinschaft bilden.

 

In den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden die Schüler durch

2 Lehrer („Teamteaching“) unterrichtet.

Beginn und Ende des Unterrichts sind so eingerichtet, dass Fahrschüler problemlos an- und abreisen können.       

 

 

 

Was kostet der Schulbesuch?

 

Der Besuch der Sportmittelschule ist  k o s t e n l o s.

Zusätzliche Ausgaben entstehen nur aus einem erhöhten Bedarf an Trainingsutensilien bzw. Ausgaben für Schulveranstaltungen.

 

Späterer Eintritt oder Austritt

 

Für den Eintritt in die Sportklasse sind drei Voraussetzungen erforderlich:

·        sportliches Interesse

·        sportliche Eignung

·        ärztliche Bestätigung über einen guten Gesundheitszustand

 

Sollte ein Schüler der Sportklasse  die Erfahrung machen, dass ihm dieser Schultyp nicht liegt, kann er sich nach jedem Schuljahr auf Ansuchen der Erziehungsberechtigten in die Normalklasse überstellen lassen.

Es können aber auch „spätberufene Talente“ auf Antrag der Erziehungsberechtigten zu Beginn eines Schuljahres von der Normalklasse in die Sportklasse übernommen werden. 

 

 

 

 Für wen ist die Sportmittelschule sinnvoll?

 

Angesprochen sind bewegungsbegabte bzw. bewegungshungrige Kinder, die gerne Sport betreiben, belastbar sind und dies auch wollen, gleichgültig ob sie schon einem Verein angehören oder statt des Vereinsangebotes lieber ein vielseitiges sportliches Angebot der Schule möchten.

 

Was bietet die Sportmittelschule dem Vereinssportler?

·        Neben seiner Spezialdisziplin (z.B. Fußball, Turnen,...) erhält das Kind die Möglichkeit, andere Sportarten kennenzulernen. Dies wirkt sich laut Sportwissenschaftlern auch positiv auf die Spezialsportart aus. Die Bewegungserfahrung wird reicher, dem Übel der zu frühen Spezialisierung soll damit begegnet werden.

·        Durch den guten Kontakt zwischen Schule und Vereinen können Wünsche der Verbände und Vereine bezüglich der Freistellung für Wettkämpfe in gutem Einvernehmen behandelt werden.

·        Neben den üblichen Verbandsveranstaltungen bietet die Teilnahme an Schulwettkämpfen, der Schulsportwoche u.ä. zusätzliche Abwechslung und Erlebnisanreize.

 

Was bietet die Sportmittelschule den nicht organisierten Sportlern?

 

·        Dem Trend, sich nicht nur an eine Sportart binden zu wollen, kommt die Sportmittelschule entgegen, indem sie eine breite Palette an sportlichen Aktivitäten anbietet.

·        Das Sportprogramm wird zu Schulzeiten angeboten, also regelmäßig auf die Woche verteilt, an Vor- und Nachmittagen, nicht an Abenden. Qualifizierte Lehrer garantieren für einen fachspezifischen Unterricht.

·        Wenn man die Tatsache betrachtet, wie viele Kinder ihre Freizeit nur vor dem Fernsehgerät bzw. dem PC und mit Computerspielen verbringen, kann das Angebot unserer Sportmittelschule zur aktiven und geleiteten Freizeitgestaltung als Möglichkeit gesehen werden, dem passiven Freizeitkonsum entgegenzuwirken.

 

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Information einerseits gedient, andererseits Ihr Interesse geweckt zu haben und verbleiben mit sportlichen Grüßen

 

Herbert Haidler eh.                                              Peter Fürst eh.

      Koordinator                                                       Direktor